Danke, dass wir teilhaben durften!

Wir haben die Menschen gefragt, die Teil unserer Kampagne Einstürzende Schulbauten geworden sind: Gab es Reaktionen? Innerhalb der Schule, der Kommune, von der Politik?

In Pinneberg hat unsere Aktion 'ne ganz schöne Welle gemacht, schreibt Frauke Runden. Die "moralische Stärkung" durch die Stiftung hat dem Engagement vor Ort ganz offensichtlich gut getan.

Hier das Fazit aus dem holsteinischen Städtchen an der Grenze zu Hamburg.

 

 

„Eine lebendige Demokratie braucht gute Bildung.“

Diesem Zitat der Schirmherrin der Stiftung Bildung, Frau Prof. Dr. Gesine Schwan, schließen wir uns allzu gerne an. Und fügen hinzu: Gute Bildung braucht entsprechenden Raum als eine der wichtigen Komponenten für das erfolgreiche Lernen.

In Pinneberg setzen wir Schuleltern uns seit einigen Jahren für eine planvolle und umfassende Schulbausanierung der öffentlichen Schulen ein, haben uns eigens dafür zu der „Pinneberger Schulallianz“ zusammengeschlossen, einem Bündnis bestehend aus allen Pinneberger Schuleltern. In dem Wissen um die Wichtigkeit einer guten Bildung ist es in unseren Augen nicht hinnehmbar, dass Schüler in Kommunen, in denen die Schulbauten vernachlässigt werden, in ihrer einzigen Schulzeit nicht nur nicht optimal unterstützt, sondern sogar benachteiligt werden.

Dies gilt überregional für alle Schüler, und so waren wir sofort überzeugt von der großartigen Aktion der „einstürzenden Schulbauten“ der Stiftung Bildung. Wir sind überzeugt, dass das Thema Bildung eine große öffentliche Plattform verdient. Es gilt, die Bevölkerung für die Ausbildung der kommenden Generationen zu sensibilisieren und durch entsprechendes Wählerverhalten die Politik zu zwingen, sich stärker mit dem Thema Bildung und damit eingehend auch mit dem Problemfeld der Schulbauten auseinander zu setzen. Wichtig ist, die Ärmel hochzukrempeln und zu handeln statt den Blick abzuwenden.

Frau von Treuenfels und ihre Mitstreiter haben mit ihrer engagierten Kampagne ein fantastisches Netzwerk zur Verfügung gestellt, das viele erreicht und als Multiplikator gelten muss.

Konkret bedeutet die Teilnahme an dieser Aktion für Pinneberg ein unbedingtes Mehr an medialer Aufmerksamkeit. Mit „dner“ besuchte ein bekannter Youtuber eine unserer Schulen, der Beitrag wird auf ZDF öffentlich gesendet und wurde in den Netzen vielfach geteilt – und erreichte damit ein gigantisches Publikum zukünftiger Wähler. Die abwehrende und regulierende Haltung von Teilen der Politik und Verwaltung wurde gleichfalls publik – und rief ein überregionales mediales Echo hervor.

Zu dem regionalen sowie überregionalen Interesse kamen Anfragen aus dem Ausland, um am Exempel unserer Schulen aufzuzeigen, was Sanierungsstau in Deutschland beinhaltet.

Mag die einzelne öffentliche Aufmerksamkeit an den betroffenen Schulstandorten vorerst keinen messbaren Fortschritt bewirken; sie ist aber unbedingt ein Schritt in die richtige Richtung auf einem angesichts der noch zu leistenden Arbeit langen Weg. Und hier nicht den Mut zu verlieren, dranzubleiben und weiter zu machen - auch das ist das große Verdienst der „einstürzenden Schulbauten“: moralische Stärkung, die Gewissheit zu vermitteln, nicht allein betroffen zu sein – weder in der baulichen Situation vor Ort noch in dem Begehren, diese schnellstmöglich zu verbessern.

So sind wir stolz, eingebunden zu sein in eine Kampagne, die eine der wichtigsten Aufgaben mahnend und aufmerksam verfolgt und vorantreibt! Herzlichen, aufrichtigen Dank aus Pinneberg!

Frauke Runden
für die Schulallianz Pinneberg

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