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Nur dreckig und verwahrlost. Nichts Gefährliches. Allet jut.

Allet jut, würde die Berlinerin sagen.
Die Fenster lassen sich öffnen - und schließen. Keines droht herauszufallen. Niemandem fallen irgendwelche Sachen auf den Kopf oder vor die Füße. Es regnet nicht ins Klassenzimmer oder in die Turnhalle.
Läuft. Irgendwie.

Was an einer Grundschule in Berlin-Charlottenburg bei Eltern zu erheblichem Unmut sorgt, kann unter der Rubrik ganz normaler Wahnsinn verbucht werden: Das Haus ist dreckig, staubig, ungepflegt und renovierungsbedürftig. Von Heizungen, Rohren und Sockelleisten platzt der Lack ab. Die Toiletten: stinken.

Aus Engagement wird Notwehr: Eltern und Schülerinnen putzen selbst. Die AG schöne Schule schreibt Briefe ans Amt und Beiträge für Protestaktionen - voilá...

Die Joan-Miró-Grundschule vereint unter ihrem Dach zwei Schulen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten: eine Regelschule, die als verlässliche Halbtagsgrundschule mit offenem Ganztagsbetrieb (OGB) organisiert ist und einen Standort der Staatlichen Europaschule Berlin (SESB) mit den Partnersprachen Deutsch-Spanisch in Form einer gebundenen Ganztagsschule.

Das Einzugsgebiet der Regelschule umfasst die City im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Kinder der Deutsch-Spanischen Europaschule kommen aus ganz Berlin.

Der derzeitige Zustand: Klassenräume, Horträume, Aufgänge der Joan-Miró-Grundschule sind verdreckt, Staub in den Ecken, hinter den Heizungen, Spinnenweben in den Ecken, an der Decke, Staub auf Schränken und Regalen, verdreckte Leisten, die Toiletten werden ungenügend geputzt. Die Reinigungsleistungen sind der Schüleranzahl (fast 800) und der Frequentierung (Ganztagsbetrieb, Späthort, externe Nutzer nachmittags/abends) nicht angemessen (nicht ausreichend).

Eine vom Schulamt zugesagte Grundreinigung von 1x jährlich reicht nicht aus um dem Bedarf an Reinigungsleistungen zu decken, auf mehr Grundreinigungen hat die Schule keinen Rechtsanspruch. Eltern und Pädagogen putzen ergänzend die Klassenräume, sind aber zunehmend verärgert. Die Klassenräume, Horträume, Aufgänge der Joan-Miró-Grundschule sind dringend renovierungsbedürftig (nach Aussage des zuständigen Amtes (sind Renovierungen nur 1x alle 30 Jahre nötig und derzeit noch nicht fällig). Es sind Reparaturen an kaputten Deckenplatten, Leisten, Kleinreparaturen notwendig und noch nicht erfolgt.

Es sind zugesagte Sanierungsarbeiten erfolgt oder in Arbeit (Aula, Umbau Lehrküche, Kellertrockenlegung), weitere Sanierungsmaßnahmen werden beantragt. Darüber hinaus ist aber weiterter Renovierungs-/Instandhaltungsbedarf entstanden.

Die JMS sieht abgenutzt, ungepflegt, kaputt, marode aus

Die Motivation von Eltern an der Mitwirkung bei schulischen Aktivitäten sinkt zunehmend, weil die Unzufriedenheit über die Missstände an der Schule rapide zunimmt. Die Themen Reinigung und Renovierung/Sanierung sind vorherrschend an jedem Elternabend und in den Gesamtelternversammlungen. Die Schulleitung wird zunehmend mit Kritik über die Mißstände  konfrontiert. Eltern  diskutieren zunehmend Alternativen zu öffentlichen Berliner Schulen. Externe Nutzer der Joan-Miró-Grundschule (Vereine, Gäste, Besucher, Eltern anderer Schulen) nehmen die JMS äußerst negativ wahr (negative Reputation der JMS)

Von Eltern wurde die AG schöne Schule ins Leben gerufen. Sie tritt als Sprachrohr von Eltern, Schülern, Pädagogen, Nutzern der JMS auf. Die AG wendet sich an die zuständigen Ämter.  Wir möchten eine langfristige Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Schüler und Pädagogen an der JMS

 

  • Verbesserung der hygienischen und gesundheitlichen Bedingungen
  • Wertschätzung der Institution Schule
  • Konzentration auf Bildung und Lernen statt Protest gegen die Bedingungen
  • Zufriedenheit von Eltern, die unter den derzeitigen Bedingungen leiden und an einer Verbesserung der Umstände arbeiten
  • Verbesserte Außenwahrnehmung der JMS und des Landes Berlin von externen Nutzern , Gästen (Kirchenfest, Turnfest), Besuchern, Bewerbern (Lehrkräfte und neue Schulanfänger)

Toiletten:

Die Toiletten werden stark frequentiert (ca. 800 Schüler, Ganztagsbetrieb, Spät-Hort, externe Nutzer nach Schulschluss) und nur einmal täglich geputzt. Turnus der Reinigung und Ausführung der Leistung ist mangelhaft und nicht ausreichend.

Die Kinder nutzen die Toiletten aus Ekel nicht korrekt (zusätzliche Verschmutzungen auf den Brillen oder neben der Toilette entstehen), die Spülungen sind teilweise so schwergängig, dass Schüler sie nicht bedienen können. Es entstehen Verschmutzungen und üble Geruchsentwicklungen. Viele Kinder trinken tagsüber nichts mehr um somit nicht die Toilette nutzen zu müssen.

Wir wünschen uns eine Reinigung der Toiletten von mindestens 2 mal täglich und eine tägliche korrekte Grundreinigung der Toiletten.

Wir wünschen uns, dass das Reinigungspersonal mehrmals täglich  Seife, Toilettenpapier und Handtuchrollen nachlegt.

Wir erhoffen uns dass somit die hygienischen Bedingungen verbessert werden und dass die Kinder die Toiletten wieder richtig nutzen können.

Reinigung

Der JMS wird 1 x jährlich eine Grundreinigung zugestanden. Dies ist nicht ausreichend für Schüleranzahl und Frequentierung.

Im Ergebnis haben wir Spinnenweben an den Decken, Dreck und Staub hinter Heizungen, Staub in den Ecken, Staub unter und in den Regalen, auf den Schränken...Verschmutzte Tische, Stühle, Türklinken, Leisten usw.

Die Eltern und Pädagogen putzen bereits ergänzend Regale und Vitrinen, verlieren aber zunehmend die Motivation und sind darüber verärgert. Schüler putzen ergänzend ihre Tische und Stühle. Schüler und Pädagogen leiden an der Staubbelastung und werden gesundheitlich (vor allem bei Allergien) stark belastet.

Die zugesagten Reinigungsleistungen sind nicht ausreichend für die JMS, die Böden werden je nach Bodenbelag nur an einigen Tagen gefegt oder feucht gewischt, die Böden sind danach nicht ausreichend sauber. Der Müll wird nicht täglich entleert. Leisten und Ecken werden augenscheinlich nicht ausreichend gereinigt.

Wir wünschen uns mehrere Grundreinigungen pro Jahr, eine Anpassung des Turnus der zugesagten Reinigungsleistungen auf die Bedürfnisse der JMS, eine gründlichere Ausführung der Reinigungsleistungen.

Räume

Die Klassen- und Aufenthaltsräume der JMS sind dringend renovierungsbedürftig. Nach Aussage des zuständigen Amtes stehen der JMS nur alle 30 Jahre Renovierungsleistungen zu, derzeit seien noch keine Renovierungen fällig.

Die Räume wirken ungepflegt und marode, Putz bröckelt ab, Wandbereiche sind aufgrund der Nutzung/ Berührung verdreckt. Von Heizungen, Rohren, Leisten und Türen platzt der Lack ab.

Die Schüler und Pädagogen verbringen einen Großteil ihrer Zeit am Tag in der Schule und sind mit diesen Zuständen täglich konfrontiert.

Wir wünschen uns eine Renovierung der Hauptaufenthaltsorte der Schüler und Pädagogen um die hygienischen Bedingungen zu verbessern, das Wohlfühlen zu ermöglichen  und um ein konzentriertes Lernen und Lehren zu ermöglichen.

Wir denken, dass mir relativ wenig Aufwand hier eine sofortige Verbesserung der Zustände erwirkt werden kann und somit viel Zufriedenheit seitens der Pädagogen und Schüler erreicht werden kann.

Flure, Gänge, Treppenhäuser

Die Flure/ Gänge/ Treppenhäuser der JMS sind dringend renovierungsbedürftig. Nach Aussage des zuständigen Amtes stehen der JMS nur alle 30 Jahre Renovierungsleistungen zu, derzeit seien noch keine Renovierungen fällig.

Die Aufgänge wirken ungepflegt und marode, Putz bröckelt ab, Wandbereiche sind aufgrund der Nutzung/ Berührung abgenutzt. Von Leisten und Türen platzt die Farbe ab.

Die Schüler und Pädagogen, Eltern, Gäste und Nutzer sind täglich mit diesen Zuständen konfrontiert. Eine angemessene Wertschätzung kann der Schule aufgrund dieser Wirkung nicht entgegengebracht werden. Die Reputation der Schule leidet auch unter dieser Außenwirkung.

Wir wünschen uns eine Renovierung der Flure, Gänge, Treppenhäuser.

Ines Beischmidt
Elternvertreterin

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